• Hilfe für andere ist oft leichter als für sich selbst.

    Für Pädagoginnen
    und Pädagogen
  • Hilfe für andere ist oft leichter als für sich selbst.

    Für in der Aus- und
    Weiterbildung Tätige

Für Aus- und Fortbildner

Die wichtigste Intention dieses Fortbildungs­angebotes besteht darin, bei Lehr- und Leitungspersonen Entwicklungsprozesse im Inneren anzustoßen und sie dabei zu begleiten. Aus diesem Grund ist der Weg auf einen begleiteten Prozess von eineinhalb Jahren angelegt:

Auf zweitägige Arbeitsphasen in der Gruppe, die im zeitlichen Abstand von ca. 4 bis 6 Monaten statt­­­finden, folgen jeweils Transferphasen, in denen mithilfe von Peers und eCoaching auf individuell wählbare Aspekte der eigenen Lebens- und Berufspraxis fokussiert werden kann.

Idealerweise werden dabei selbstdiagnostische Perspektiven, zum Beispiel:

„Wie gut gelingt es mir, in anspruchsvollen sozialen Situationen wertschätzend und fürsorglich zu bleiben?“

mit fremddiagnostischen Perspektiven verbunden, zum Beispiel:

„Wie kann ich mir erklären, wie bestimmte Lernende ,ticken‘ und gleichzeitig auf Etikettierungen (zum Beispiel ,bemüht‘, ,zurückhaltend‘) verzichten?“

Als theoretisches Fundament werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit zentralen Aussagen einer Persönlichkeitstheorie vertraut gemacht: Die PSI-Theorie nach Julius Kuhl  (2001, 2010) erlaubt es, den Menschen ganzheitlich und als bedürfnisgeleitetes Wesen zu verstehen, dem das Potenzial geschenkt ist, selbstbestimmt zwischen inneren Bedürfnissen und äußeren Notwendigkeiten zu vermitteln. Wenn ein Mensch darin souverän ist, hat er die Fähigkeit erlangt, sich immer wieder auszubalancieren.

Für Pädagoginnen

Leicht gesagt ...

Selbststeuerung zu fördern ist für viele Lehrerinnen und Lehrer ein selbstverständliches Ziel ihrer Arbeit. Es zeigt sich aber, dass die Schule mit ihren Regeln, Plausibilitäten und bisweilen wirkmächtigen Rollenzuschreibungen manchmal ein sperriges Umfeld für dieses Ziel darstellt. 

Lehrerinnen und Lehrer finden hier unterstützende Hinweise, wie sie Entwicklungsprozesse im Zusammenhang mit Selbststeuerung bei sich selbst und bei anderen fördern können.

Selbststeuerung … anders formuliert:

„Selbststeuerung ist Ziel und Weg, um dem SchülerInnen-, LehrerInnen- und Leitungsfrust etwas entgegen zu setzen und Schulleben "ungeschminkt", unaufgeregt und unspektakulär als lebens-, arbeitswerten und entwicklungsförderlichen Raum für alle Betroffenen und Beteiligten zu sehen und zu gestalten.“ (Gaby Salzgeber)

Für Leiterinnen

Selbststeuerung und Schule - eine neue Chance in der Schule des 21. Jahrhunderts

Die Institution Schule wurde über lange Zeit hinweg als eine durch staatliche Gesetze, Verordnungen und Vorschriften geregelte Einrichtung angesehen; das "Verwalten" von Schulen stand für Leitungspersonen im Vordergrund - an das "Gestalten" hingegen wurde aufgrund geringer oder nicht vorhandener Entscheidungsspielräume nicht gedacht.

Zumindest seit den gesetzlichen Bestimmungen zur Schulautonomie ist das anders: Schulen haben Gestaltungsspielräume und es ist erwünscht, dass sie Prozesse in Gang setzen, um ihr Profil, ihr Schulprogramm und ihre Wege zur Erreichung der Ziele, die in Schulprofilen und -programmen festgehalten sind, zu erreichen.

Und hier schließt sich der Kreis mit dem wichtigsten Projektziel von SE2C: Die Wege, die Leitungspersonen auf unterschiedlichen Ebenen der Schule (Direktion, mittlere Leitungsebenen) beschreiten können und sollen, haben unmittelbar mit der Förderung der Selbststeuerungsfähigkeiten von Lehrpersonen zu tun - verbunden mit der Hoffnung, dass von solchen unterstützenden Maßnahmen in erster Linie Schülerinnen und Schüler, aber auch deren Eltern profitieren.

Das Projekt SE2C möchte Leitungspersonen in Schulen dabei unterstützen, die Lehrpersonen "ihrer" Schulen bezüglich ihrer Selbststeurungsfähigkeiten zu fördern, weil damit (Stichwort "Haltung") eine günstige Voraussetzung für Professionalisierungsmaßnahmen im didaktischen Bereich gegeben sind und Lehrpersonen ein größeres Ausmaß an Empathie zu leben imstande sind.